Eine neue Sozialismus-Diskussion

 100 Jahre nach der russischen Oktoberrevolution fällt die Bilanz sozialistischer Gesellschaftsenwürfe ernüchternd aus. Die osteuropäischen Staatssozialismen sind verschwunden. Was an zum Staat gewordenen Sozialismen noch übrig ist, schreckt ab. Die Erfahrungen mit dem Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Lateinamerika sind ebenfalls desillusionierend. Doch auch die Zukunft kapitalistischer Gesellschaften sieht keineswegs rosig aus.

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Sozialökonomische Demokratisierung

Von Andreas Novy

 

Um die Bemühungen um Wirtschaftsdemokratie im 21. Jahrhundert zu aktualisieren, braucht es eine Politisierung von Wirtschaft und Gesellschaft. Dabei müssen die bio-physischen Grenzen berücksichtigt werden. Dies ist ein klassisches Themenfeld der Sozioökonomie, die Wirtschaft als in Gesellschaft und Natur eingebettet versteht. Wirtschaft im Polanyischen Sinne verstanden als „Organizing the Livelihood“, der Organisation der Lebensgrundlagen, erfordert auch ein erweiterter Verständnis von Wirtschaftsdemokratie, ganz in der Tradition der 1968er Bewegung nach einer Demokratisierung aller Lebensbereiche. Demokratie wird dann als die Lebensform verstanden, die es ermöglicht, „selbstwirksam“ zu sein.

 

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Ohne Wachstum kein Kapitalismus

Von Stephan Schulmeister

 

Seit Anfang der 1970er Jahren sinkt das Wirtschaftswachstum, gleichzeitig nehmen Arbeitslosigkeit, Staatsverschuldung Armut und Ausgrenzung immer mehr zu. Hohes und stabiles Wachstum hatte in den 1950er und 1960er Jahren alle diese Probleme verschwinden lassen. Folge: Für die Eliten ist Wirtschaftswachstum fast ein Allheilmittel, darin sind sich Gewerkschaften und Unternehmerverbände einig.

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Interview with Eli Zaretsky

Interview with Eli Zaretsky during his stay at the "Kolleg Postwachstumsgesellschaften" in Jena 2016.

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Postcapitalism? Five Orientations from the Perspective of Social Reproduction

by Emma Dowling

 

Where austerity, recession and ‘regressive recovery’[1] occur, the experience of economic crisis is as a crisis of social reproduction, a crisis in the reproduction of livelihood.[2] This crisis is both gendered and racialised in just who picks up the tab for cuts to social services or a rise in unemployment.[3] Given the contradiction between capital’s reliance on the reproduction of labour power on the one hand, and its propensity to externalise the cost of this reproduction on the other, any particular social organisation of reproduction is shaped by struggle.

 

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